facial feedback

Facial Feedback 

How facial expression effect emotions. 

Wie funktioniert das Sehen? Was macht es mit und Selbst und was macht unser Blick mit den Mitmenschen?
Das Auge ist als einziges Sinnesorgan zeitgleich Sender und Empfänger von visuellen Informationen. 

Innerhalb der nonverbalen Kommunikation gibt der Blickkontakt als häufigsten und wirksamstes Signal. Dennoch trägt er eine ungeheuerliche Ambivalenz in sich. So kann ein Blickkontakt der länger als 10 sec. anhält entweder „Liebe“ oder „Hass“ auslösen.
Emotionen sind die stärkste Motivation des Menschen. Die Mimik ist eine Art Ballungszentrum für den emotionalen Ausdruck des Menschen.
Es gibt sieben kulturübergreifende Universal Emotionen, die von allen Menschen in einem ähnlichen Gesichtsausdruck sichtbar werden. Der Gesichtsausdruck hat allerdings nicht nur eine Wirkung nach Außen, sondern wirkt sich auch auf unser Inneres aus.
Dies besagt die „Facial-feedback-Hypothese“, für die bereits Charles Darwin den Grundstein legte und die in den 70`iger Jahren von Paul Edman bestätigt wurde.
Das menschliche Antlitz kann als Spiegelbild der Gesellschaft betrachtet werden.
Die nonverbale Kommunikation unterliegt einer ähnlichen sozialen Kontrolle und Regelhaftigkeit, wie unser restliches Verhalten im Umgang miteinander und uns selbst.
So gibt es gesellschaftliche Unterschiede in der Gebrauchsweise mimischer Expressionen. Unterlegen Menschen werden mit leeren Augen angesehen oder ignoriert und dominante Menschen können mit ihren Blicken ihre Überlegenheit aufrecht erhalten.
Aufgrund weiter Distanzen oder das Einsetzen von technischen Geräten in der Kommunikation ist der menschliche Kontakt von Angesicht zu Angesicht ist heutzutage immer seltener.
Emotionale Intelligenz wird zwar zum großen teil im Frühkindesalter geprägt, entwickelt sich aber bei jedem menschen ein leben lang, aber eben nur im Konkat mit Menschen.
Die Abhängigkeit von Emotionensausdrücken zeigt sich beispielsweise durch das hochfrequentierte Nutzen von Emoticons (emotion + icon = emoticon).  Studien belegen hier, dass Benutzer, die Emoticons weniger nutzen, erfolgloser in ihrer Kommunikation sind als diejenigen, die sie viel einsetzten. 

 

Liegen nicht die meisten Konflikte unserer Gesellschaft Kommunikationsdefiziten zugrunde? 

Und ist es dabei nicht das Grundbedürfnis des Menschen verstanden zu werden?

 

Das Wissen um die Auswirkung der Mimik auf uns selbst und unsere Mitmenschen ist wenig verbreitet, bzw. nur wenige Menschen schenken ihr Aufmerksamkeit, Die derzeitigen Anwendungsbereiche bewusst eigesetzter Mimik beschränken sich auf Verkaufssituationen, die Werbung, Marktforschung , den Sicherheitsbereich und das Verhör.
Die Mimik hat einen starken Anteil an unsere Kommunikation und wie wir kommunizieren hat wesentlichen Einfluss auf unser Leben. 

 


„We cannot have control if we do not abbe knowledge – all members of a communicative stream (audience, speaker…) influence the shape of that stream, but control can only be exerted of we have information about the dream itself“ – Ray Birdwhistell 1970

Anhand der eigenen Mimik lässt sich der Ausdruck am leichtesten studieren und bemerken, welche Gefühle im Innern auftreten.
Doch auch wenn wir uns unseren eigenen Signalen bewusst geworden sind, bleibt zu bemerken, dass Kommunikationssignale andere Menschen lediglich Hinweise auf den Emotions-Zustand geben und niemals einen Beweis darstellen.
Beobachtung und Interpretation werden in der Praxis oft miteinander verwechselt.
Der Blick ist kein Forschungobjekt von großer Prominenz. Die Augen scheinen sich auch heute noch hinter einem undurchdringlichen Nebel der Mystik zu verbergen. Die Komplexität des Themegebietes macht es notwendig, dass mehrere Wissenschaften herangezogen werden müssen.
Sehen entsteht im Geist, weshalb wir hiermit unweigerlich bei den Geisteswissenschaften angelegt sind.
Bereits Konfuzius sagte, dass der Blick in die Pupille eines Menschen alles über diesen verraten könne. Spricht er hier vielleicht die nachweisliche Tatsache an, dass die Vergrößerung der menschlichen Pupille Erregtheit, bzw. Interesse aufzeigt? Oder meint er Gefühle, die wir im Auge erkennen können?
Platon erkennt im Dialog mit Theaitetos die Wichtigkeit des Vorgangs des Sehens indem er erklärt man sähe nicht mit den Augen, sondern durch die Augen, mit dem Begriff des Sehens. Leonardo Da Vinci ist es, der im kleinen Raum des Auges die Bilder des gesamten Universums zu erkennen meint.
Als die matten Fenster der Seele, die viel über den menschliche Geist verraten, werden die Augen von William Blake beschrieben.
Der spanische Philosoph Jose Ortega y Gasset meint, dass fast alle Beziehungen des Menschen vom gegenseitigen Anblicken abhingen. Für ihn sei Augenhöhle, Lid, Iris und Pupille wie ein Theater mit Bühne und Akteuren, in dessen sich jeder Blick in winzigen Einzelheiten vom anderen unterscheide. Zum Mikrouniversum des Individuums kommt Paul Sarte indem er beschreibt, dass er im Blickkontakt mit einem Menschen erkenne wie verschlossen ihm die Welt des Gegenübers sei. Es sei dieser Blick des Gegenübers, der ihm ins Bewusstsein rufe, dass er nur ein Objekt im Universum des Gegenübers ist und sein Selbst wahrgenommenes in diesem Universum inexistent bleibe. Damit impliziert der Blick für Sarte die Entfremdung seiner eigenen Freiheit.Diese Beispiele zeigen einen kleinen Ausschnitt seit wie langer Zeit und wie vielfältig das Thema Augen und Blicken in der Philosophie diskutiert wurde und wird.  Dass das sehen in unserem Alltag von großer Bedeutung ist, kann man auch in unserem Wortschatz erkennen. 

So richten wir ab-sichtlich unser Augen-merk auf die Augen-weiden im Leben;
wir genießen den genüsslichen Augen-blick, nehmen ein Augen-maß und werden der Augen-zeuge vor Gericht; manches kann ins Auge gehen, was offen-sichtlich schief lief, wonach wir augen-blicklich ein vier Augen-gespräch aufsuchen können. Ab-gesehen von der An-sicht haben wir eine Ab-sicht und können
ein Augen-zwinkern hinzufügen, um von unserem An-sehen augen-scheinlich abzu-sehen.

Menschen fühlen sich seit jeher vom Symbol des Kreises angezogen. Wie die Augen trägt auch der Kreis einen unwiderstehliche Gegensätzlichkeit in sich. Das Kreissymbol ist anziehend und abstoßend, während es die Harmonie des menschlichen Ursprungs in seinen Ringen wiegt. So sind die Augen mit ihren zwei Doppelkreisen der Ausdrucksstärkste Teil im kreisrunden Gesicht der Menschen.

Further Projects