Fremd sein

Allgemein 17. February 2020

Frühjahr 2015, Diary note

Fremd sein

So vergebens suchend. So suchend nach einem Weg.
Einem gelassenen Weg. Bin ungeduldig. Bin wütend.
Das Mittelmaß ist nirgends zu finden. Und mir geht es oft beschissen. Unausgeglichen.

Disziplin ruft,
Noch nicht
Bald schon.
Verzeih mir!
Verzeih dir.
Viel machen
Viel schaffen.
Tag –––
Und Nacht.

Künstliche Welt. Glitzer, Pling, Pling.
Rein, rein, immer nur rein.
Und wann raus?
Konsumieren.
Bin so satt. Satt, satt, satt.

Das ist wie es läuft. So dahin läuft ––
Es plätschert, manchmal ist es tosend oder rauschend.
Dann wieder wie ein seichtes, niemals endendes.


Rückfahrt.
Wohin?
So satt.
So qualvoll.
So schwer.
So furchtbar – Schön.

Mut braucht es und Größe.
Konsumieren.
Ich und alle konsumieren unentwegt.
Sind damit am Ende des Wegs.

Alles zu viel und doch zu wenig: Rummachen, bringt nichts ohne Liebe. Liebe zu meinen Mitmenschen, liebe zu meiner Umwelt.
Hoffnung.
(Doch) Und was nützt es –– alles?
Können wir uns dann verstehen?
Wer versteht mich?
Wen verstehe ich?
Und,
Verstehe ich mich?

So schwer, dass ich manchmal im Stillstand verharren möchte.
Doch ich funktioniere
Welch` eine Höllenqual.
Mein Körper brennt.
Sinn? Fraglich. In allem.

Mut muss her. Abspaltung!
Freude auch. Traurigkeit zuerst. 
Schmerz. Viel schmerz.
Viel Musik auch. Gute Musik. Gute Bilder. Gute Gespräche.
Leider alles – gehemmt.
Der Ort ist unklar. Aber vielleicht gibt es den Ort auch nicht. 
Ihn in mir finden.
Stille. Zurücknehmen und Geben. 
Nicht konsumieren.
Disziplin. Demut. Hoffnung. Liebe.

All` das, Firlefanz.